Vom Glück im Spießertum oder ein astrologischer Reisebericht

Jupiter in Jungfrau

Am 11. August 2015 wechselte Jupiter das Tierkreiszeichen, von Löwe in die Jungfrau, wo er sich noch bis 08. September 2016 aufhalten wird.
Die Themen Gesundheit und Dienen sind in dieser Zeit von beträchtlichem Ausmaß.
Der Winter bescherte uns zahlreiche und besonders hartnäckige  Erkältungskrankheiten, Fasching fiel buchstäblich ins Wasser und irgendwie hatte man das Gefühl, statt Party und guter Laune waren vor allem Anpassung und Vernunft gefragt.

Warum ist das so?
Der gesellschaftliche Planet Jupiter steht für Wachstum, Expansion, Vermehrung. Er vergrößert, schafft geistige Erweiterung und Sinnfindung. Weil Reisen in ferne Länder den eigenen Horizont besonders erweitern, wird Jupiter auch mit Urlaubreisen in Verbindung gebracht.
Im Zeichen Jungfrau geht es darum, sich Gegebenheiten anzupassen und diese optimal zu nutzen. Die Jungfrau hat immer zu tun und wird nie fertig. Hat sie alles sortiert und eingeordnet, will sie es noch perfekter machen. Sie bewältigt den Alltag, pflegt Rituale und betreibt Gesundheitsvorsorge.

Mein Mann und ich, die wir beide eine starke Jungfrau-Betonung im Horoskop aufweisen, konnten diese im Urlaub so richtig ausleben.
Wie schon seit vielen Jahren, pflegten wir unser Ritual Campingurlaub und optimierten dieses nochmal so richtig.
Schon vor Reiseantritt stellten wir fest, dass wir so viel Zeug wie noch nie im Gepäck hatten. Kabel, Stecker, Wäscheklammern, Kleinkram in Hülle und Fülle. Am Urlaubsort angekommen, wurden wir kaum fertig mit Auspacken, Sortieren und Einräumen.

Nun ist die Jungfrau nicht unbedingt fürs Horten bekannt, sehr wohl aber dafür, dass sie vorsorgt und auf alle Eventualitäten vorbereitet sein will.
Zugegeben, dieses Jahr haben wir’s echt ein bisschen übertrieben.

Während uns sonst in der Hälfte der Urlaubszeit die sauberen Geschirrtücher ausgehen, wollten sie dieses Jahr gar nicht alle werden.

Da ich mit meiner Weizenunverträglichkeit ausgerechnet in Frankreich Urlaub machte, musste ich meine Dinkelnudeln von zu Hause mitbringen. Diese Vorratsmenge aufzuessen, schaffte ich dann aber doch nicht.

Die Schmutzwäsche schon vor der Heimreise nach Farben und Waschgängen zu sortieren, fiel mir dieses Jahr zum ersten Mal ein.

Ideen für einen noch perfekteren Campingurlaub hielten wir schriftlich fest. Auf der To-do-Liste für nächstes Jahr stand die Anschaffung eines zweiten Zeltteppichs, damit nicht nur im Zelt, sondern auch davor weniger Staub aufwirbelt. Natürlich wurde der Vorsatz schnellstmöglich in die Tat umgesetzt. Wenn man die gesamte Campingausstattung zusammen einlagert, vergisst man beim nächsten Mal auch nichts.

Nach diesem fleißigen Urlaub freue ich mich auf die nächste Sommerreise im Juli 2017. Dann wird Jupiter in Waage sein und statt praktischer Dinge für den täglichen Bedarf, werden dann vor allem Kerzen und schöne Deko-Artikel eingepackt.

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